Bergwerk/Steinbruch Lochezen, CKU
Seemühle Walenstadt, Borner AG



- Bergwerk/Steinbruch Lochezen und Bergwerk Seemühle Borner Walenstadt
- Cement- und Kalkfabrik Unterterzen, CKU
- Stollen, Bilder und Geschichte dieser Bergwerke

Stand: 21.04.2021

Disclaimer
Bilder und Text sind keine Einladung oder Anleitung zum verbotenen Begehen des Untertag-Labyrinths, sondern sollen ersatzweise eine virtuelle Stollen-Tour zu Hause am PC ermöglichen und die Erinnerung an die interessante Bergbauepoche bei Walenstadt wach halten.

Impressum/Mail: Paul Gantner, Walenstadt: hbm42[**]sarganserland-walensee.ch [**] dabei durch @ ersetzen (= Spamschutz).



Die Brennerei Lochezen um 1915

Die Brennerei Seemühle um 1950


  • Lochezen und Seemühle sind Bergwerke der Extraklasse: Spezielle topografische/tektonische Verhältnisse, Abgrenzung durch einen See (Walensee), erster industrieller Untertag-Abbau von Kalk-/Cement-Material der Schweiz, exklusive Abbau- und Abtransport-Logistik.

  • Die komplexe Geschichte der beiden Bergwerke wird auf der letzten Seite der folgenden Stollen-/Höhlen-Dokumentation betrachtet.

  • Die folgende systematische Tour führt durch die Stollen der Seemühle via unterirdisches historisches Militärspital in die Stollen der Lochezen hinauf.

  • Bei verlinkten Exkursen (Detail-Betrachtungen) erfolgt die präzise Rückkehr zum Hauptartikel über den Zurückbutton des Browsers.


Unser Start in die Unterwelt erfolgt beim Tunnel 'Ost' der Seemühle


Das Bergwerk Seemühle hat drei Bergwerksbahn-Eingangs-Tunnels, wovon zwei heute nicht mehr durchgängig sind, ferner ein Fenster zum unterirdischen Militärspital:


Siegfriedkarte 1906 [swisstopo]


Unser Eingang nach 'untertag':

Der unterste auch übertag noch intakte Eingang ('Tunnel Ost') zum Bergwerk Seemühle (Sohle 0):





Über diesem Stollen-Eingang sind Reste einer Jahreszahl auszumachen (entdeckt Valentin Schoch). Unter der Annahme, dass die zweite Ziffer eine 8 bedeutet, ist das Zeitfenster nach oben durch 1899 und nach unten auf Grund historischer Quellen durch 1892 [Betriebsaufnahme der Seemühle] begrenzt. Das Schriftbild-Rudiment dürfte demnach für 1896 sprechen:







Die beiden heute verschütteten Eingänge 'Tunnel Mitte' und 'Tunnel West' werden weiter hinten dokumentiert, da ihre Untertag-Portale im Berg drin noch intakt sind.



Bild: Start in das irdische 'Schwarze Loch' ('Tunnel Ost') . . .


. . . und es wird stockdunkel:



Ungefähr 3 Meter nach dem Portal treffen wir links an der Tunnelwand auf folgende Gedenk-Nische für die Heilige Barbara, die Schutz-
patronin der Bergarbeiter. Die Nische ist heute aber leer, da die Heiligenfigur bei Betriebsende um 1965 natürlich mitgenommen wurde:


Foto: (c) zVg



Ein 80 Meter langer Tunnel führt zum ersten Dom

Im Bergwerk Seemühle bewegt man sich durchwegs in absoluter Dunkelheit!












Kunstwerke der Natur:

Im Winter kann man im Eingangsstollen von Stalaktiten ('Eiszapfen von oben') begrüsst werden:






Am Ende des Eingangs-Tunnels gelangen wir in den ersten Dom:


Bild: Ankunft im ersten Dom. Es ist hier aber stockfinster! Das Geleise verzweigt sich.



Im diesem ersten Dom stehen im Winter mitunter die Gegenspieler der Stalaktiten von vorher, die Stalagmiten ('Gegen-Eiszapfen von unten'):


Bild: Der erste Dom - hier mit Stalagmiten - rückwärts betrachtet. Durch den Tunnel im Hintergrund haben wir ihn betreten.



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