Gipfelkreuze, Alpkreuze und Wegkreuze

(Schweiz und Südtirol)

Du sollst des Bergvolkes Glauben nicht bewitzeln noch verbessern wollen.
Der unberufene Apostel der "Aufklärung" schadet der Sache des Alpenklubs
und wird ausgelacht, wenn ihm nichts Schlimmeres widerfährt.
(Aus:"Die zehn Gebote für Bergsteiger")
Menschen, die die Berge lieben,
widerspiegeln Sonnenlicht.
Die andern, die im Tal geblieben,
verstehen ihre Sprache nicht.
Gipfelkreuz Calmot_Calmut
Gipfelkreuz_Calmot


Der Piz Calmot (auch Calmut, 2309 müM) thront über dem Oberalppass-See.
Cristo, Ragaz
Cristo Salvador, Wartenstein


Links: Cristo hat ein neues Zuhause beim
Hotel Schloss Wartenstein, Pfäfers.
'Auferstehungsberg'

Rechts: Cristo Bad Ragaz
(RagARTz 2015),
auf dem Guschachopf ob Bad Ragaz.
'Karfreitagsberg'
Alpkreuz Halden
Alpkreuz_Halden


Halden (1762 müM) liegt über dem Schilstal.Im Hintergrund Spitzmeilen,Wissmilen und Magerrain.
Stoanerne Mandln_HoheReisch
Wetterschutzkreuz
Stoanerne_Mandln
Hohe Reisch,
Südtirol

Das Kreuz auf 2003 müM.
Gipfelkreuz beim Stilfserjoch
Gipfelkreuz_Stilfserjoch


oberhalb der Passhöhe Stilfserjoch
(Passo dello Stelvio) 2758 müM.
Gipfelkreuz auf dem Gonzen
Gipfelkreuz_Gonzen


Auf dem Gonzen (1830 müM), dem östlichsten Gipfel der Churfirstenkette.
Gipfelkreuz auf dem Sichelchamm
Gipfelkreuz_Pardiel-Pizol


Pardiel am Pizol (1627 müM) Aussichtspunkt Protchopf.
Oberalppass zwischen Andermatt und Nätschen
Alpkreuz_Andermatt
Naetschen_Oberalppass


Alpkreuz an der Strasse zum Oberalp-Pass vor Nätschen ob Andermatt.
Alpkreuz Rigi
Rigi


Ein Alpkreuz bei Rigi Kulm (1780 müM)
Lavtina ob Weisstannen
Lavtina_Weisstannen


Alpkreuz auf Alp (Unter-)Lavtina (1309 müM) auf dem Weg Weisstannen - Heidelpass.
Zwischen Oberalppass und Naetschen
Oberalppass_Nätschen


Alpkreuz und Glocke an der Oberalppass-Strasse zwischen Nätschen und Oberalp.
Auf der Klewenalp
Klewenalp


Alpkreuz bei der Kapelle Klewenalp (1600 müM).
Alpkreuz Molseralp
Alpkreuz Molseralp


Ausblick von der Molseralp (Tannenboden Flumserberg) zu den Churfirsten.
Alpkreuz Andermatt
Ob Andermatt


Alpkreuz im Unteralp-Tal bei Andermatt.
Gipfelkreuz auf dem Pizalun
Gipfelkreuz_Pizalun

Bild: Axel Zimmermann, "Sarganserländer"
Auf der neuen Aussichts-Plattform des Pizalun (1473 müM).
Am Weg Realp-Rotondohütte
Ob Realp
Witenwasserental


Alpkreuz ob Realp am Weg zur
Rotondo-Hütte.
Gipfelkreuz auf Alp Breitenau
Gipfelkreuz_Alp_Breitenau


Gipfelkreuz auf der Alp Breitenau (1279 müM), Tanzboden ob Ebnat-Kappel und Rieden SG. Im Hintergrund der Säntis.
Gipfelkreuz auf dem Sichelchamm
Gipfelkreuz_Sichelchamm


Der Sichelchamm (2259 müM) in der Churfirsten-Kette.
Gipfelkreuz_Hinderrugg_Churfirsten
Gipfelkreuz Hinterrugg


Gipfelkreuz über Walenstadt und Walensee.
gipfelkreuz_hinderrugg
Gipfelkreuz Hinterrugg zwischen Chäserrugg und Schibenstoll


Auf knapp 2300 m Höhe in den Churfirsten.
Alp Wildenberg Alpgottesdienst
Alp Wildenberg



Alpgottesdienst 5.7.2015.
Alpkreuz Büls
Alpkreuz_Büls_mit
Zuestoll+Schibenstoll


Walenstadtberg (1373 müM) Churfirsten.
Alpkreuz Tschingla
Alpkreuz Tschingla


Alp Tschingla Walenstadtberg (1528 müM) Churfirsten.
Gipfelkreuz Garmil
Gipfelkreuz Garmil


Gipfelkreuz Garmil Pizolgebiet (2003 müM) Im Hintergrund die 7 Churfirsten und die Alvierkette.
Alpkreuz auf Alp Wielesch
Alpkreuz_auf_Wielesch


Alpkreuz auf Alp Wielesch (1173 müM), Tanzboden ob Ebnat-Kappel und Rieden SG. Im Hintergrund der Säntis.
Wegkreuz Oberalppass
Wegkreuz ob Oberalppass


auf 2071 m.ü.M.;linkes Bild:
Schneehüenerstock oder Unghürstöckli
(2773 m.ü.M.)
rechtes Bild:
l.: Piz Maler (2790 m.ü.M.)
r.: Piz Ner (2762 müM).
Gipfelkreuz auf Nufenenpasshöhe
Nufenenpass_Wegkreuz


oberhalb der Passhöhe der Nufenenpass-Strasse (2478 müM).
Alpkreuz Wildenberg-Lehnerhütten
Alpkreuz Wildenberg/
Lehnerhütten/Schönhalden


Die Alp liegt auf 1489 müM. Im Hintergrund der Guscha.
Wegkreuz
Wegkreuz am Oberalppass


im Hintergrund:
Piz Maler (2790 müM).
Kurve mit Schutzengel
Gipfelkreuz Kronberg


Der Kronberg (1663 müM) ermöglicht ein eindrückliches Panorma-Bild ins Appenzellerland, zum Bodensee, zum Säntis, Hohen Kasten ...
Tanzboden Hauptgipfel
Gipfelkreuz_Tanzboden


Tanzboden (Hauptgipfel, 1443 müM) ob Ebnat-Kappel und Rieden (SG), im Hintergrund das Zürcher Oberland.
Bürgenstock_Hammetschwand
Gipfelkreuz_Bürgenstock


Auf der Hammetschwand [auch: Hametschwand (1128 müM)] auf dem Bürgenstock über dem Vierwaldstättersee.
Gipfelkreuz Fronalpstock
Gipfelkreuz Fronalpstock Stoos (Schwyz)


beim Bergrestaurant Fronalpstock (1904 müM). Unten: Vierwaldstättersee. Links: Pilatus (2118 müM).
Gipfelkreuz Fronalpstock
Fronalpstock Hauptgipfel
Stoos (Schwyz)


Gipfelkreuz auf dem Haupt-Gipfel des Fronalpstockes (1921 müM) vor dem eindrücklichen Panorama der Glarneralpen.
Gipfelkreuz Fronalpstock
Fronalpstock_Hauptgipfel
Stoos (Schwyz)


Das Gipfelkreuz mit den beiden Mythen/Schwyz im Hinter-Grund (gr. M. 1898 müM).
Gipfelkreuz Fronalpstock
Gipfelkreuz_Fronalpstock
Stoos (Schwyz)


Aus dem Nebelmeer schauen die Spitzen des Rigimassivs (Rigi 1798 müM).


Das rätselhafte Gipfelkreuz auf dem Lyskamm gegenüber dem Matterhorn

Dieses Gipfelkreuz wurde gemäss Edward Whymper (E. Whymper: "The Ascent oft the Matterhorn", 1871) von den überlebenden Matterhorn-Erstbesteigern Edward Whymper (also ihm selbst), sowie Vater und Sohn Taugwalder am 14. Juli 1865 beobachtet. Ob die Schilderung den Tatsachen entspricht, kann nicht entschieden werden. Zweifel sind aber nicht völlig unberechtigt, denn Whympers Charakter scheint nicht sonderlich edel gewesen zu sein (Verunglimpfung von Bergführern, bis Rufmord insbesondere gegenüber Vater Taugwalder) und er lebte schliesslich vom 'Schreiben'. Er war damit gewissermassen ein Vorläufer der heutigen 'Medienwelt' (Manipulation, 'Optimierung' der Verkaufszahlen). Das erschwert eine Einordnung seiner Schilderungen des Phänomens einerseits, anderseits auch seine übrigen Aussagen zum Geschehen um die ganze Matterhorn-Tragödie.



Bild: Whymper und die Taugwalders beim Abstieg am Matterhorn [Holzschnitt Whymper/Mahonney].


Holzschnitt und folgender Text (Beschreibung des Phänomens) aus:
Edward Whymper: "The Ascent oft the Matterhorn", 1871. (Deutsche Übersetzung im Anhang unten auf dieser Seite).





Zwei interessante Ansätze zu einem physikalischen Klärungsversuch des Phänomens:


1. Ein Beitrag von Cedric John Hardwick und Jason C. Knievel bei der Optical Society of America:

Hardwick Knievel OSA

(Über alles gesehen wird die Kreuz-Erscheinung allerdings ein Rätsel bleiben ['the crosses remain a mystery'].)



2. Ein Beitrag bei clarus.ch:


http://www.clarus.ch/zuercherland/erscheinungammatterhorn.cfm




Anhang 1:


Eine "möglichst originalgetreue" und daher etwas holprige Übersetzung obigen Textes:

. . . als, unglaublich! ein mächtiger Bogen erschien, aufgehend über dem Lyskamm, hoch in den Himmel. Blass, farblos und geräuschlos, aber vollendet scharf und definiert, ausser wo sie sich in den Wolken verlor, schien diese übernatürliche Erscheinung wie eine Vision aus einer anderen Welt; und, fast entsetzt, betrachteten wir mit Staunen die allmähliche Entwicklung von zwei gewaltigen Kreuzen, eines auf jeder Seite. Wenn die Thaugwalders nicht als Erste dies bemerkt hätten, würde ich an meinen Sinnen gezweifelt haben. Sie dachten, dass dies irgendeinen Zusammenhang mit dem Unfall [vier Kameraden der Seilschaft waren unmittelbar vorher abgestürzt] habe, und ich, nach einer Weile, dass dies durch eine gewisse Beziehung zu uns selber hervorgebracht würde. Aber unsere Bewegungen hatten keinen Einfluss darauf. Die geisterhaften Formen verharrten bewegungslos. Es war ein Furcht einflössender und wunderbarer Anblick, einmalig in meinen Erfahrungen, und eindrücklich jenseits der Beschreibbarkeit, auftretend in einem solchen Moment *). Ich war bereit weiterzugehen und auf die Anderen wartend. Sie haben ihren Appetit wieder entdeckt und den Gebrauch ihrer Zungen. Sie sprachen in Dialekt, welchen ich nicht verstand.

*)Ich erteilte dieser bemerkenswerten Erscheinung wenig Beachtung und war froh, als sie wieder verschwand, weil sie unsere Aufmerksamkeit ablenkte. Unter gewöhnlichen Umständen hätte ich mich nachträglich verärgert gefühlt, ein Ereignis so selten und so wundervoll nicht mit grösserer Präzision beobachtet zu haben. Ich kann sehr wenig zu oben Gesagtem hinzufügen. Die Sonne war direkt in unserem Rücken, das soll heissen, der Nebelbogen war gegenüber der Sonne. Die Zeit war 6 Uhr 30 nachmittags. Die Formen waren auf einmal sanft und deutlich; neutral im (Farb-)Ton; haben sich allmählich entwickelt und verschwanden plötzlich. Die Nebel waren leicht (das heisst, nicht dicht) und wurden zerstreut im Laufe des Abends.



Anhang 2, für historisch Interessierte:



Geschichtlicher Rückblick zum 'Kampf um das Matterhorn':

1857

Der Kampf ums Matterhorn begann im Jahre 1857: Jean-Jacques Carrel, Jean-Antoine Carrel und Amé Gorret versuchen das Matterhorn zu besteigen. Die geplante Route führt über den Tête du Lion. Dieser bereitet aber der Besteigung ein Ende, da der Grat zu steil abfallend ist.



1858

Jean-Jacques und Jean-Antoine Carrel versuchen es diesmal über eine geänderte Route, nicht über den Tête du Lion, das Matterhorn von der italienischen Seite her zu besteigen. Nach geglücktem Umgehen des Tête de Lion stossen sie aber auf einer Höhe von ca. 3'800 Metern erneut auf ein zu steiles Stück, das ihnen den Aufstieg verwehrt.



1860

Jean-Jacques Carrel wird dieses Mal von den Engländern John Tyndall und Hawkins und vom Führer Bennen von Breuil (Startort in Italien) aus begleitet. Die Seilschaft stösst bis zum grossen Turm vor.
Auch auf der Zermatter Seite versuchen die Gebrüder Parker zweimal das Matterhorn zu erklimmen. Doch auf einer Höhe von ca. 3'600 Metern müssen auch sie aufgeben.



1861

Erfolglos versucht sich ein Engländer von Breuil aus am Matterhorn: Es ist Edward Whymper.



1862

Nach fünf weiteren erfolglosen Versuchen und mit einem "Abrutscher" von 60 Metern in die Tiefe, gibt Whymper im Jahr 1862 vorerst auf. John Tyndall gelingt mit Führer Bennen, Anton Walter, Jean-Jacques und Jean-Antoine Carrel ein Vorstoss bis zum Vorgipfel, dem heutigen Pic Tyndall.



1863

In diesem Jahr versuchen Whymper, die Gebrüder Carrel und ihre Begleiter erneut die Besteigung wie im vergangenen Jahr. Der Berg erweist sich wiederum als abweisend.



1864

Kein einziger Versuch wird in diesem Jahr unternommen, um das Matterhorn zu besteigen.



1865

Im Sommer 1865 versucht Whymper Jean-Antoine Carrel zu überreden, um das Matterhorn über den Ostgrat von Zermatt aus zu besteigen. Carrel zögert jedoch, da er das Matterhorn (als Italiener) lieber von der italienischen Seite her besteigen würde. Anschliessend verreist Carrel ins Aostatal. Am 12. Juli 1865 erfährt Whymper dann vom Gastwirt Favre in Breuil, dass Carrel mit seinem Bruder, dem italienischen Geologen Giordano und dem Minister Sella unterwegs aufs Matterhorn sei.

Whymper, Franšis Douglas und Peter Taugwalder machen sich darauf sofort über den Theodulpass (verbindet Breuil/Italien mit Zermatt/Schweiz) nach Zermatt auf. Im Hotel Monte Rosa trifft die Gruppe auf den bergtüchtigen Reverend Hudson und den mehr oder wenig unerfahrenen Hadow.
Am Morgen des 13. Juli 1865 machen sich Michel Croz, Vater und Sohn Taugwalder, Reverend Charles Hudson, Lord Franšis Douglas, Robert D. Hadow und Edward Whymper auf den Weg in Richtung Matterhorn. Auf einer Höhe von 11'000 Fuss baut die Gruppe ihr Nachtlager auf. Am 14. Juli 1865 erreicht die Gruppe gegen den frühen Nachmittag den Gipfel des Matterhorns, der noch unberührt ist. Die Gruppe hält nach den Italienern Ausschau und entdeckt diese 200 Meter unterhalb des Gipfels.

Ab hier ist man auf die Schilderung der drei Überlebenden - vor allem Whympers - angewiesen, was Diskussionen zur Objektivität nach sich zog und zieht. Dies ist nicht wertend, sondern rein sachlich gemeint:
Der Abstieg erweist sich als lang und gefährlich - vor allem der unerfahrene Hadow wird zur Last. Croz versucht Hadow mehr Sicherheit zu geben, indem er Hadow's Füsse, einen nach dem anderen in die richtige Lage bringt. Plötzlich verliert aber Hadow den Halt und reisst Croz mit. Im nächsten Moment werden Hudson und Lord Douglas mitgerissen. Taugwalder (und Edward Whymper?) spannt das Seil kräftig, um die Stürzenden zu halten, doch das Seil reisst zwischen Taugwalder und Lord Douglas. Vier Bergsteiger stürzen über 1000 Meter hinunter in den Tod.

Der Rest der Gruppe, Edward Whymper, Vater und Sohn Taugwalder kehren heil nach Zermatt zurück. Das Verhalten von Edward Whymper - vor, während und nach der Besteigung - muss als fragwürdig betrachtet werden.



1868

Die erste Schutzhütte (Alte Hütte) auf 3'800 Metern wird vom Hotelier Seiler und der Sektion Monte Rosa des SAC erbaut. Im selben Jahr überschreitet Tyndall mit J. und D. Marquinaz das Matterhorn von Breuil aus.



1880

Die heutige Hörnlihütte wird auf 3'260 Metern über Meer errichtet.



1890

In diesem Jahr stirbt Whympers Konkurrent und früherer Gefährte Jean-Antoine Carrel am Matterhorn an Erschöpfung.



1911

In Chamonix verstirbt nun auch der Erstbesteiger des Matterhorns, Edward Whymper.



1915

Die Solvayhütte (Notbiwak) wird auf 4'003 Metern über Meer errichtet.


Der Aufstieg zum Matterhorn ist heute eine Frage des alpinistischen Könnens und der Geduld. Scharen von gleichzeitig sich im Auf- oder Abstieg befindlichen und sich dabei behindernden Seilschaften, lassen das Unterfangen einer Gipfelbesteigung zu einem Zerrbild der ursprünglichen Idee werden. An besonders schwierigen Stellen sind heute ausserdem Fix-Seile und Fix-Leitern angebracht.



An der Erstbesteigung des Matterhorns Beteiligte:

Alpinisten:

Whymper 1840-1911
Hudson 1828-1865
Lord Francis Douglas 1847-1865
Hadow 1846-1865


Bergführer:

Michel Croz 1830-1865
Peter Taugwalder (Vater) 1820-1888
Peter Taugwalder (Sohn) 1843-1923



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