Die Lourdesgrotte Berschis / St. Georg / St. Georgen



Die Lourdes-Grotte befindet sich auf halber Höhe des markanten St. Georg-Hügels, dessen Kapelle man schon von weitem sieht, wenn man durch das Seeztal fährt.

St. Georgs-Kapelle



Landkarte
Es lohnt sich, den Besuch dieser Grotte mit einer kleinen Rundwanderung zu verbinden. Man fährt (oder wandert) vom Dorf Berschis (bei Flums) hinter dem Hügel St. Georg (St. Georgen) mit der weitherum sichtbaren Kapelle in Richtung "Sennis" bis zum Parkplatz rechts unten auf nebenstehendem Bild. Wenn man etwa 20 Meter auf der Strasse zurückgeht, kann man nach links auf einen Waldweg einbiegen. Beim 1. weissen Quadrat im Bild kommt man zum "Ughür Brunnä" (Felszisterne). Beim 2. Quadrat steht man unvermittelt vor der Grotte. Von da geht es etwa 20 Meter auf dem gleichen Weg zurück und dann nach rechts durch den Wald hinauf. Nach wenigen Minuten erreichen wir die Kapelle St. Georg auf dem Hügel. Von hier geht es auf einem Fahrsträsschen direkt zurück zum Parkplatz.

Felsbrunnen
Foto: Der "Ughür Brunnä"


Über seinen Ursprung gehen die Meinungen auseinander:

"Von den Römern ausgehauen", "ist eine Gletschermühle". Interessant ist, dass dem Brunnen das Wasser nie ausgeht. Bei einer Leerung und Räumung wurden eingehauene Treppenstufen gefunden. In historischen Zeiten ist man wohl zur Wasserentnahme in den Brunnen gestiegen.



Die in einer natürlichen Mulde eingebettete Lourdes-Grotte mit ihrer Blumenpracht jeweils im Mai:

Grotte Berschis

Die Grotte wurde 1921 eröffnet, nicht zuletzt als Dank der Gemeinde Berschis für das Verschontbleiben von einer Viehseuche. Aus dem Felsen gesprengt wurde sie von einem Berschner Mineur (Suter?) mit überschüssigem Sprengstoff einer Stollensprengung in Pravizin (Spörri, Flums). Die ursprünglich farbige Bernadette aus Holz wurde leider gestohlen. Die heutige Bernadette wurde darauf hin von Paul Mannhart als Ersatz geschnitzt. Die Grotte gehört nicht der Kirchgemeinde, sondern wird von einer privaten Trägerschaft betreut.

Grotte Berschis


Bei der St. Georg-Kapelle. An diesen Ort führten früher Prozessionen von Flums, Tscherlach, Mols und Walenstadt:

St. Georgs Kapelle


Die beiden über 600-jährigen Glocken [H.J. Gnehm: aus 14. Jhdt.] im Kirchturm (nach der Restauration vom April 2009):

Die kleiner Glocke hat keine Inschrift, die grössere aber folgende (schriftähnliche):



Kapellen-Glocken


Über den folgenden Link können diese Glocken in einer Aufnahme direkt im Turm gehört werden. Im Turm drin stört der Autobahnlärm nicht, dafür hat man ein in grösserer Entfernung nicht mehr hörbares "Summen mit Schwebung" im Ton:

St. Georgs-Glocken (mp3 Audio-Datei)

(Wenn's nicht funktioniert: rechte Maustaste und "Ziel speichern unter...", nachher ab Festplatte öffnen.)


Am 3. Juni 2009 erfolgte die Abnahme und Klanganalyse der restaurierten Glocken durch Herrn H. J. Gnehm (Glockensachverständiger, Experte des Bundes). Das folgende Video zeigt einen kleinen Ausschnitt der Einzeltonermittlung mittels Präzisions-Stimmgabeln:



Glockenklang-Analyse (mp4)




Die Siegfriedkarte von 1897 zeigt den Prozessionsweg direkt von der Kirche Berschis weg mit
Fortsetzungs-Variante über die steile Nordwest-Flanke des Georgen-Hügels:


(c) swisstopo



Maiandachten in der Grotte haben bis heute Tradition:


Bild: Prozession zur Maiandacht um 1926


'Kraftort', 'Kopfwehloch' und 'BOVIS-Einheit'

Zu den eingangs angedeuteten religiösen Symbolen und Riten können bedingt auch etwa 'Kraftort' und 'Kopfwehloch' gerechnet werden, sofern man die notwendige Sorgfalt anwendet. Wenn man aber von Begriffen wie 'Bovis-Einheiten', 'Erdstrahlen' usw. hört, ist Skepsis am Platz. Es ist besser, wenn man Transzendentes ('Jenseitiges') nicht mit derlei in Verbindung bringt. 'Kraftort' und 'Kopfwehloch' können auch ohne 'Wünschelruten-Bovis' als Orte der Ruhe und echten religiösen Besinnung ihre Wirkung und Bedeutung haben und bedürfen esoterischer Schein-Erklärungen und 'physikalischer Ummäntelung' nicht.

Das Kopfwehloch in der Kapelle:

(erstmals 1631 in einem Visitationsbericht erwähnt)

Kopfwehloch



Am sogenannten "BOVIS-Hotspot", na ja . . . :

BOVIS Hotspot




Die kleine sogenannte "Flumser-Kapelle" wird schon im 17. Jahrhundert schriftlich erwähnt. Sie beherbergt lediglich einen Altarbereich und dürfte für Messen unter freiem Himmel eingesetzt worden sein, wenn sich auf St. Georgen zu viele Gläubige für den doch kleinen Raum der St. Georgen-Kapelle eingefunden hatten:





In der Nähe ist auch der berühmte Wasserfall des Berschner Baches. Hier ein selteneres Winterbild mit 'Eis-Skulpturen':






Aus der Nähe kann man verschiedene bildliche Darstellungen (Eis-Skulpturen) erkennen, z. B. gegen unten eine Weihnachtskrippe-Szene:






Weiteres zur Geschichte des St. Georgen-Hügels


Eine Ebene zurück