Seemühle Walenstadt, Borner AG
Bergwerk/Steinbruch Lochezen, CKU



- Bergwerk/Kalkbergwerk Seemühle Walenstadt, Borner AG
- Bergwerk/Steinbruch Lochezen
- Cement- und Kalkfabrik Unterterzen, CKU
- See Kies AG Walenstadt
- Befahrung (Begehung), Bilder und Geschichte

Stand: 07.11.2017

Disclaimer
Bilder und Text sind keine Einladung oder Anleitung zum verbotenen Begehen des Untertag-Labyrinths, sondern sollen ersatzweise eine virtuelle Stollen/Höhlen-Tour zu Hause am PC ermöglichen und v. a. die Erinnerung an die interessante, aber auch entbehrungsreiche Bergbauepoche bei Walenstadt wach halten.

Fehlerhinweise/Ergänzungen/Impressum: Paul Gantner: hb4rb@sarganserland-walensee.ch.



Bild: Die Seemühle in den 1950er-Jahren (Abbruch 1967)


  • Lochezen und Seemühle sind Bergwerke der Extraklasse: Spezielle topografische/tektonische Verhältnisse, Abgrenzung durch einen See (Walensee), erster industrieller Untertag-Abbau von Kalk-/Cement-Material der Schweiz, exklusive Abbau- und Abtransport-Logistik.

  • Die komplexe Geschichte der beiden Bergwerke wird auf der letzten Seite der folgenden Stollen-/Höhlen-Dokumentation betrachtet.

  • Die folgende Tour führt durch die Stollen der Seemühle via unterirdisches historisches Militärspital in die Stollen der Lochezen hinauf.

  • Bei ausgelagerten Exkursen (Detail-Betrachtungen) erfolgt die präzise Rückkehr zum Hauptartikel über den Zurückbutton des Browsers.


Tunnel-Definition (Bergmannssprache: Stollenmundloch [Eingangsstollen]):


Siegfriedkarte 1906 [swisstopo], 2 Tunnels ergänzt


Der unterste Eingang ('Tunnel Ost') zum Bergwerk Seemühle (Sohle 0):





Dieser Stollen-Eingang weist versteckt Reste einer Jahreszahl auf (gefunden: Valentin Schoch). Unter der Annahme, dass die zweite Ziffer eine 8 bedeutet, ist das Zeitfenster nach oben durch 1899 und nach unten auf Grund historischer Quellen durch 1892 [Betriebsaufnahme der Seemühle] begrenzt. Das Schriftbild dürfte für 1896 sprechen:





Für den etwa 85 Meter westwärts und ca 5 m höher gelegenen und beim Mundloch verschütteten Stollen-Eingang ('Tunnel Mitte') ist die wahrscheinlichste Jahreszahl 1892 (Betriebsaufnahme der Seemühle).

Der dritte und letzte - ebenfalls beim Mundloch verschüttete Tunnel/Stollen ('Tunnel West', unterhalb des Bruchweges in dessen oberstem Teil) - erscheint 1906 auf der Siegfriedkarte und dürfte demnach ähnlich alt sein.

Die beiden Tunnels/Stollen von 1892 ('Tunnel Mitte') und von vor 1906 ('Tunnel West') werden weiter hinten dokumentiert, denn ihre Untertag-Zugänge/Portale sind im Berg drin noch gut zu sehen.


Der Eingangsstollen von 1896 ('Tunnel Ost') ist in seiner ganzen Länge noch komplett erhalten mitsamt Geleise und begehbar. Wir beginnen an dessen Eingangsportal unsere Reise in die Vergangenheit:


Start in das irdische 'Schwarze Loch' ('Tunnel Ost'):




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